Wenn Sie bei Ihren Forschungen nicht mehr weiterkommen, sind neue Suchstrategien hilfreich, um die Blockade aus dem Weg zu räumen.
Einen AncestryDNA-Test machen
DNA-Tests haben sich bewährt, um neue Wege zu finden, wenn man bei der Familienforschung nicht mehr weiterkommt. Wenn Sie einen AncestryDNA-Test machen, durchsuchen wir unsere Datenbank mit über 28 Millionen AncestryDNA-Mitgliedern nach Menschen, die DNA-Übereinstimmungen mit Ihnen haben.
Zum Ergebnis Ihres AncestryDNA-Tests gehören der Herkunft sowie eine Liste von Verwandten, die ebenfalls einen Ancestry-Test gemacht haben und DNA-Übereinstimmungen mit Ihnen aufweisen. Nehmen Sie Kontakt zu Ihren neu entdeckten Familienmitgliedern auf, um Forschungsergebnisse auszutauschen, Fragen zu stellen und anhand der Stammbäume dieser Familienmitglieder weitere Vorfahren zu finden.
Kaufen Sie ein AncestryDNA-Kit
Anhand von AncestryDNA-Matches offene Fragen klären
Sie erhöhen Ihre Chancen auf Informationen über Ihre Matches, indem Sie Ihren Stammbaum so weit wie möglich ausfüllen, den Stammbaum öffentlich machen und mit Ihrem Test verknüpfen und eine kostenpflichtige Ancestry-Mitgliedschaft abschließen. Genauere Informationen darüber, wie Sie Ihr Verwandtschaftsverhältnis zu Ihren Matches ermitteln (und darüber auch zu Personen, die keinen AncestryDNA-Test gemacht haben), enthält der Artikel Herausfinden, wie Sie mit AncestryDNA-Matches verwandt sind.
Ein Forschungsprotokoll anlegen
In einem Forschungsprotokoll halten Sie fest, wo Sie gesucht haben, welche Quellen Sie gefunden haben, welche Informationen Ihnen bereits vorliegen und welche noch fehlen. Es hat sich bewährt, als Ergänzung zu diesem Forschungsprotokoll eine Liste Ihrer nicht von Erfolg gekrönten Suchen anzulegen, außerdem eine Liste von Orten, an denen Sie suchen möchten, und was Sie dort zu finden hoffen. Notieren Sie auch Kommentare zu Ihren Suchstrategien, Ihre Ideen und Fragen, mit denen Sie sich später noch einmal genauer beschäftigen möchten.
Je ausführlicher Sie Ihr Forschungsprotokoll führen, desto leichter behalten Sie den Überblick und vermeiden, mehrmals nach den gleichen Dingen zu suchen. Eventuell finden Sie auch unsere kostenlosen Forschungsvorlagen zum Herunterladen hilfreich.
Die Suche ausweiten
- Beschränken Sie sich nicht nur auf Volkszählungen, Geburts- und Todesurkunden, sondern suchen Sie auch in anderen Aufzeichnungen, etwa Schulregistern oder Kirchenbüchern. Die Beständeübersicht ist nützlich, um nach einer bestimmten Art von Aufzeichnungen zu suchen.
- Nehmen Sie sich Aufzeichnungen, in denen Sie bereits gesucht haben, noch einmal vor: Vielleicht haben Sie ja ein Detail oder eine Verbindung übersehen.
- Verwenden Sie für Ihre Forschungen, wenn irgend möglich, die Originaldokumente: Gerade bei der Digitalisierung alter Aufzeichnungen gibt es viele Transkriptionsfehler.
- Nutzen Sie auch Ressourcen, die nicht im Internet zu finden sind, beispielsweise heimatkundliche Aufzeichnungen, Ahnenforschungszentren, Friedhöfe, Bücher oder Familienbibeln (die oft Angaben zur Familie enthalten).
- Wenn Sie keine Aufzeichnungen zu einer bestimmten Person finden, versuchen Sie es stattdessen mit ihren Geschwistern oder anderen nahen Verwandten: Aufzeichnungen zu diesen Verwandten nennen oft auch die gesuchte Person.
- Um lebende Personen zu finden, suchen Sie in sozialen Netzwerken. Über Facebook, Instagram, X und sogar Xing oder LinkedIn können Sie Personen finden, zu denen sonst keine Aufzeichnungen vorliegen.
- Suchen Sie den Kontakt zu anderen, die bei ihren Forschungen bereits ähnliche Probleme überwunden haben: Vielleicht erhalten Sie von ihnen hilfreiche Suchtipps.
- Sprechen Sie mit Familienmitgliedern, insbesondere älteren. Erzählen Sie ihnen, was Sie bereits wissen, und bitten Sie um Ergänzungen.
- Prüfen Sie gelegentlich, ob Informationen, nach denen Sie bereits vergeblich gesucht haben, inzwischen doch vorhanden sind. Schließlich erweitern wir unsere Ressourcen täglich um neue Aufzeichnungen.
Suchen Sie mit verschiedenen Schreibweisen
Platzhalter sind Symbole, die in einem Wort anstelle von unbekannten Buchstaben stehen. Sie können mit Platzhaltern suchen, wenn Sie die genaue Schreibweise eines Namens nicht kennen.
Als Platzhalter dienen Sternchen (*) und Fragezeichen (?). Ein Sternchen (*) steht für null bis fünf Zeichen, ein Fragezeichen (?) für genau ein Zeichen.
Wenn Sie beispielsweise nicht wissen, ob ein Name als „Heimann“ oder „Heymann“ geschrieben wird, ersetzen Sie den fraglichen Buchstaben in Ihrer Suche durch ein Platzhalterzeichen: „He?mann“. Weitere Informationen zur Suche nach abweichenden Schreibweisen enthält unser Artikel Platzhalter beim Suchen verwenden.
Häufige Schwierigkeiten
Namen
- Geburtsnamen: In den meisten Ländern gibt es Nummern, um die Staatsangehörigen eindeutig zu identifizieren. In den USA und Kanada sind das die Sozialversicherungsnummern, in Mexiko die CURP (Clave Única de Registro de Población) und in Norwegen beispielsweise eine Personennummer auf Grundlage des Geburtsdatums. In den meisten Ländern ist es nach einem bestimmten Zeitraum nach dem Tod einer Person möglich, Antragsformulare nach ihrer Identifikationsnummer zu durchsuchen. In diesen Formularen wird meistens der Geburtsname der Mutter aufgeführt. Der Geburtsname kann auch in gerichtlichen Dokumenten vorkommen, beispielsweise bei Scheidungsverhandlungen, Grundstücksstreitigkeiten, Namensänderungen nach Einwanderung, Anträgen auf Vormundschaft für ein Kind und so weiter.
- Zweiter Vorname/Vatersname: Viele Menschen verwenden nicht ihren ersten Vornamen. Suchen Sie deshalb nicht nur nach dem ersten, sondern auch nach weiteren Vornamen oder dem Vatersnamen.
- Häufige Nachnamen: Konzentrieren Sie Ihre Suche auf das Familienmitglied mit dem ungewöhnlichsten Vornamen. Damit erhöhen Sie Ihre Chance, die richtige Familie zu finden.
- Varianten von Nachnamen: Die Schreibweisen von Nachnamen haben sich im Lauf der Zeit oft verändert. Änderungen sind beispielsweise Dehnungs-h (Bart, Bahrt), Konsonanten am Namensende (Barg, Bark, Barck) oder abweichende Vokale (Barg, Berg). Erforschen Sie, welche Änderungen der fragliche Nachname durchlaufen hat, und verwenden Sie auch die Schreibvarianten bei Ihrer Suche.
- Aliasnamen: Es kam gar nicht so selten vor, dass Menschen unter anderen Namen, sogenannten Aliasnamen, in historischen Aufzeichnungen geführt wurden. Suchen Sie daher nach zweiten Vornamen als Nachnamen, Geburtsnamen als Nachnamen und Spitznamen als Vornamen.
Geographische Angaben
- Nach Wohnorten suchen: Verwenden Sie andere Angaben in Ihrer Suche, nicht nur Namen. Falls Ihre Vorfahren in einem kleinen Ort gewohnt haben, suchen Sie in Aufzeichnungen für den betreffenden Zeitraum nach dem Ortsnamen. Schauen Sie nach, ob die angezeigten Aufzeichnungen Ihnen bislang unbekannte Verwandte enthalten.
- Geänderte Straßennamen: Wenn Orte durch Eingemeindung Teil einer größeren Stadt wurden, kam es oft vor, dass es einige Straßennamen mehrfach gab und daraufhin Straßennamen geändert wurden. Sie können daher nicht unbedingt davon ausgehen, dass die „Hauptstraße“ in den Unterlagen eines Vorfahren auch heute noch so heißt. Prüfen Sie Straßennamen auf alten Stadtplänen und Landkarten nach.
- Heimatkundliche Aufzeichnungen: Zentrale Themen in heimatkundlichen Aufzeichnungen sind in der Regel Ereignisse, die für die Region von großer Bedeutung waren. Wenn Dürren, Überschwemmungen, Kriege, Seuchen oder soziale Veränderungen Wanderungsbewegungen auslösten, wurde in diesen Aufzeichnungen oft erfasst, wohin die Menschen zogen.
- Grenzänderungen: Die Grenzen von Bezirken, Kreisen, Provinzen und Ländern haben sich im Laufe der Zeit immer wieder geändert. Wenn Sie in alten Aufzeichnungen suchen, vergewissern Sie sich, dass Sie in dem für die betreffende Zeit richtigen Verwaltungsbezirk suchen.
- Städte und Berufe: Einige Städte waren früher von bestimmten Industrien geprägt. Wenn Sie über einen bestimmten Vorfahren nichts mehr finden, versuchen Sie es einmal mit Nachforschungen über die Geschichte seines Wohnorts. Wenn dort eine Industrie vorherrschte, etwa die Herstellung von Schuhen, hat der Vorfahre vielleicht auch in dieser Branche gearbeitet und ist möglicherweise mitgezogen, als die Industrie den Ort verlassen hat.